Die Orientalisch Kurzhaar Katze und ihre sexuelle Reife

Ebenso wie ihre Schwester mit Maskenzeichung, die Siamkatze, ist die Orientalisch Kurzhaarkatze häufig sehr frühreif in ihrer sexuellen Entwicklung. Man muss auf die erste Rolligkeit beim weiblichen Tier bereits mit knapp 6 Monaten gefasst sein. Der junge Kater kann auch oft mit einem halben Jahr bereits decken. Dabei sind die weiblichen Katzen in ihrer Rolligkeit sehr laut, es klingt, als wenn ein Säugling schreit. Aber auch die Kater können wie rollige Katzen klingen, wenn sie sich nach der Weiblichkeit sehen. Die Katze rollt sich auf dem Boden und leckt sich häufig. Sie ist noch anhängliche als sonst und sehr unruhig.

rollige Orientalisch Kurzhaar Katze, Foto und Besitzer:S.Cramer-Rössner

Wie bei allen biologischen Dingen, bestätigen natürlich Ausnahmen die Regel und es gibt durchaus Orientalen, die erst mit gut einem Jahr das erste Mal rollig werden, bzw. Kater, die vorher nicht decken.

Aber wenn es um die Familienplanung geht, sollte man immer auf die erste Variante gefasst sein.

Werden Orientalisch Kurzhaar Katzen nicht gedeckt, so werden sie in kurzem Abstand wieder rollig. Das steigert sich bei manchen Tieren bis zur Dauerrolligkeit. Man kann die Rolligkeit mit der „Pille“ für Katzen (z.B. Sedometril) unterdrücken. Nebenwirkung dieser Hormongabe kann aber eine Gebärmuttervereiterung sein. Zu der kann es aber auch durch häufige Rolligkeiten kommen. Eine Katze, die nicht zur Zucht zugelassen werden soll, sollte daher zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit im entsprechenden Alter kastriert werden.

Der junge Kater fällt durch Unruhe und lauten Singsang auf, bevor er mit Urin zu markieren beginnt. Leider gibt es gerade bei den Orientalischen Rassen kaum Kater, die nicht spritzen. Auch beim männlichen Tier gibt es mit vielen Nebenwirkungen behaftete Hormontherapien, die aber kaum etwas nutzen. Hier ist der sinnvollste Weg ebenso die Kastration.

Kastrierte Orientalisch Kurzhaarkatzen neigen nicht zur Fettleibigkeit und bleiben lebhaft und verspielt.

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Die Anfänge der Zucht

1920 legte der Siamese Cat Club of Britain fest, dass Siamkatzen nur mit blauen Augen gezüchtet werden durften. Darum fanden sich erst in den frühen 1950ger Jahren wieder eine Gruppe englischer Züchter zusammen um eine einfarbig braune Siamkatze zu züchten. Dazu kreuzten sie eine schwarze Hauskatze und eine seal oder chocolate point Siamkatze. Es wird auch berichtet, dass Russisch Blau in das Zuchtprogramm aufgenommen wurden. Der Name Havana Brown wurde für die ersten einfarbig braunen Katzen benutzt. Später kamen auch alle anderen Farben hinzu. Der für die OKH’s typische schlanke Körper war bei den ersten Tieren noch nicht perfekt, wurde aber durch die immer wieder eingekreuzten Siamesen gefestigt, ebenso wie das typische Wesen der Siamkatze. Fremdrasseneinkreuzungen waren nur noch für neue Farben nötig und das gezielte Auskreuzen der unerwünschten Merkmale führte dazu, dass die OKH die siamesischen Eigenschaften in besonderem Maße zeigten. Das war natürlich nicht von Anfang an so, deshalb sind die heutigen OKH nicht mehr vergleichbar mit den Anfangstieren der 50er und 60er Jahre; das Zuchtkonzept allerdings, das damals festgelegt worden ist, gilt noch heute: Ziel war eine Katze, die das Aussehen und das Temperament einer Siamkatze hatte, die aber einfarbig ist und grüne Augen hat. Zu den Grundfarben gehören die

zigarrenbraune Havanakatze,
Havana Orientalisch Kurzhaar, Yungaya’s Donn Quichote, Foto und Besitzer M.Fucks

die lackschwarze Ebony,
S.Juretko

die hellgrau-rosaschimmernde Lilac (Lavender)
Lavender Orientalisch Kurzhaar, Yungaya’s Impizarra

und die dunkelblau-graue Orientalisch Kurzhaar Blau.
G.Luhofer

Auch weitere Farben, wie Cinnamon und Schildpatt (tortie) sind anerkannt, sowie viele Tabbymuster, mit und ohne Silber. Insgesamt sind es über 300 anerkannte Farben und Muster.

Die OKH Katzen sind heute weltweit etabliert. Die Standards in den verschiedenen Ländern und Kontinenten unterscheiden sich nur geringfügig voneinander. Da auch heute noch die Verpaarung von Siam mit OKH Katzen erlaubt ist , gibt es oft auch Jungtiere mit Siamzeichnung aus Würfen mit 2 einfarbigen Eltern, da viele OKH noch ein Siam Gen tragen.
Wurf Yungaya’s Siamkatzen und Orientalisch Kurzhaarkatzen
Zu einer Vermischung der Farben kann es dabei nicht kommen, denn wenn eine Katze das Gen für die Einfarbigkeit trägt, das dominant über das Pointgen ist, wird die Katze einfarbig. Hat ein Jungtier auf beiden Genplätzen das Gen für die Siamzeichnung, zeigt es diese auch, ist also eine Siamkatze mit der typischen Spitzenfärbung und den blauen Augen und ist auch dafür reinerbig.
Im Gegensatz zu den OKHs kann also bei zwei Siamkatzen kein OKH Nachwuchs im Nest erscheinen, auch wenn beide Eltern aus OKH Verpaarungen stammen.

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Das Wesen der Orientalisch Kurzhaar Katze

Wesen:

Wer geglaubt hat, die typische Pointzeichung wäre das, was die Rasse Siam ausmacht, hat noch keine Orientalisch Kurzhaar kennengelernt!
Die Orientalisch Kurzhaar Katze, kurz OKH genannt, ist die einfarbige Schwester der Siamkatze und übertrifft diese in ihrer „Siamesischkeit“ 😉 oft bei weitem. So ist sie noch zierlicher, noch lauter, noch extrovertierter, noch klettiger u.v.m.

Die Orientalen haben eine breit gefächerte Persönlichkeit. Sie hängen sehr an Ihren Menschen, die sie als ihr absolutes Eigentum betrachten und deren Leben sie teilen möchten. Egal wie beschäftigt man ist, eine Orientalisch Kurzhaarkatze wird eine Weg finden, sich an dieser Beschäftigung zu beteiligen. Die Morgenzeitung wird “mitgelesen” bis sie Löcher hat, bei den gymnastischen Übungen sitzt sie auf dem Rücken, ein kleiner Stups mit dem Köpfchen bringt den Kaffee zum überschwappen, selbstredend müssen die Schnürsenkel erst vom Orientalen “getötet” werden, bevor die Schuhe gefahrlos angezogen werden können. Sie hilft beim Zusammenlegen und Aussuchen der Kleidung und die Besitzer sind froh, dass es Computer gibt, denn Schreiben mit einem Stift ist ein Ding der Unmöglichkeit……diese Liste ist unendlich weiter zu führen, denn es gibt nichts, bei dem sich diese Katze ausschließen lässt.

Orientalisch Kurzhaar Ebony, Yungaya’s Diva Ddu, Foto und Besitzer:S.Juretko

Orientalisch Kurzhaar Ebony, Yungaya’s Diva Ddu, Foto und Besitzer:S.Juretko

War man außer Haus, wird man von seiner Katze freudig begrüßen, so wie man es von einem Hund gewöhnt ist. Im Gegensatz zu einem Hund, kann sie aber auch schimpfen, wenn ihr etwas nicht gefällt. Dann meckert sie mit ihrer lauten Stimme herum, so dass es auch der letzte versteht.

Durch ihre Intelligenz kann sie oft Türen und Schränke öffnen. Dadurch ist es fast unmöglich Spielzeug (oder von dieser Katze dazu auserwählte Dinge) vor ihr zu verstecken.

Sobald man zur Ruhe kommt, wird die OKH-Katze es sich auf dem warmen Schoß gemütlich machen oder sich im Bett entweder an den Kopf oder Hals legen, oder im Arm liegen, dicht an den Besitzer geschmiegt.
Orientalisch Kurzhaar Ebony, Yungaya’s Aqua Noir

Dabei strahlt sie alle Liebe aus, gibt so viel Zärtlichkeit wie eine Katze nur geben kann und das ist bei einer Orientalin unglaublich viel!

Gibt man diesen Tieren die Aufmerksamkeit und Liebe, die sie so dringen brauchen, werden sie alles tun um ihre Besitzer glücklich zu machen. Eine Orientalisch Kurzhaar, die sich vernachlässigt fühlt, wird verzweifelt sein. Sie wird verkümmern und Verhaltensstörungen an den Tag legen.

Orientalenbleiben bis ins hohe Alter verspielt und lebhaft und können sehr alt werden.

Orientalisch Kurzhaar Ebony, Yungaya’s Diva Ddu, Foto und Besitzer:S.Juretko

Orientalisch Kurzhaar Ebony, Yungaya’s Diva Ddu, Foto und Besitzer:S.Juretko

Orientalisch Kurzhaar Havana, Yungaya’s Donn Quichote, Foto u.Besitzer: M.FucksOrientalisch Kurzhaar Havana, Yungaya’s Donn Quichote, Foto u.Besitzer: M.Fucks

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Rassemerkmale und Farben der Orientalisch Kurzhaar Katze

Der Standard der Orientlisch Kurzhaarkatze gleicht dem der Siamkatze.

Typ, Körper, Beine, Schwanz:
Eine schlanke, elegante, geschmeidige und muskulöse Katze mit langen, sich verjüngenden Linien, einem langen schlanken Hals und Körper mit Schultern, die nicht breiter als die Hüften sind. Die Beine sind lang und fein, mit kleinen, ovalen Pfoten. Der sehr lange, dünne Schwanz ist dünn am Ansatz und läuft zu einer feinen Spitze aus.

Kopf, Ohren, Augen:

Keilförmiger Kopf mit langer gerader Nase, schmaler Schnauze und mittelgroßem Kiefer.
Die großen Ohren sind breit an der Basis und zugespitzt. Die mittelgroßen Augen sind
Mandelförmig und leicht schräg gestellt von leuchtendem lebhaften Grün.
Fell:
Sehr kurz, fein, glänzend seidig, eng am Körper anliegend.
Farben:
Bei ein- und zweifarbigen Tieren gleichmäßig in der Farbe, ohne Schattierungen und Tabby-
Markierungen. Schnurrhaare und Augenbrauen mit der Körperfarbe harmonierend.
Anerkannte Farbvarietäten:
Einfarbig: schwarz, bau, chocolate, lilac, rot, creme, cinnamon (zimtfarben),
fawn (sandbeige).

Schildpatt: schwarz, blue, chocolate, lilac, cinnamon, caramel und fawn.
Smoke / Shaded: in allen für Orientalen erlaubten Farben
Tabby: schwarz, blue, chocolate, lilac, rot, creme, apricot, cinnamon, caramel und fawn,
alle Farben auch als Schildpatt.
Tabbyarten gilt für alle Farben: Classic (gestromt), Mackerel (gestreift), Spotted (getupft), Ticked (Abessinierticking), Chinchilla (getippt)
Silvertabby: schwarz, blue chocolate, lilac, rot, creme, cinnamon, fawn, schwarzschildpatt, blueschildpatt, chocolateschildpatt, lilacschildpatt, cinnamonschildpatt, fawnschildpatt.

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