Die Anfänge der Zucht

1920 legte der Siamese Cat Club of Britain fest, dass Siamkatzen nur mit blauen Augen gezüchtet werden durften. Darum fanden sich erst in den frühen 1950ger Jahren wieder eine Gruppe englischer Züchter zusammen um eine einfarbig braune Siamkatze zu züchten. Dazu kreuzten sie eine schwarze Hauskatze und eine seal oder chocolate point Siamkatze. Es wird auch berichtet, dass Russisch Blau in das Zuchtprogramm aufgenommen wurden. Der Name Havana Brown wurde für die ersten einfarbig braunen Katzen benutzt. Später kamen auch alle anderen Farben hinzu. Der für die OKH’s typische schlanke Körper war bei den ersten Tieren noch nicht perfekt, wurde aber durch die immer wieder eingekreuzten Siamesen gefestigt, ebenso wie das typische Wesen der Siamkatze. Fremdrasseneinkreuzungen waren nur noch für neue Farben nötig und das gezielte Auskreuzen der unerwünschten Merkmale führte dazu, dass die OKH die siamesischen Eigenschaften in besonderem Maße zeigten. Das war natürlich nicht von Anfang an so, deshalb sind die heutigen OKH nicht mehr vergleichbar mit den Anfangstieren der 50er und 60er Jahre; das Zuchtkonzept allerdings, das damals festgelegt worden ist, gilt noch heute: Ziel war eine Katze, die das Aussehen und das Temperament einer Siamkatze hatte, die aber einfarbig ist und grüne Augen hat. Zu den Grundfarben gehören die

zigarrenbraune Havanakatze,
Havana Orientalisch Kurzhaar, Yungaya’s Donn Quichote, Foto und Besitzer M.Fucks

die lackschwarze Ebony,
S.Juretko

die hellgrau-rosaschimmernde Lilac (Lavender)
Lavender Orientalisch Kurzhaar, Yungaya’s Impizarra

und die dunkelblau-graue Orientalisch Kurzhaar Blau.
G.Luhofer

Auch weitere Farben, wie Cinnamon und Schildpatt (tortie) sind anerkannt, sowie viele Tabbymuster, mit und ohne Silber. Insgesamt sind es über 300 anerkannte Farben und Muster.

Die OKH Katzen sind heute weltweit etabliert. Die Standards in den verschiedenen Ländern und Kontinenten unterscheiden sich nur geringfügig voneinander. Da auch heute noch die Verpaarung von Siam mit OKH Katzen erlaubt ist , gibt es oft auch Jungtiere mit Siamzeichnung aus Würfen mit 2 einfarbigen Eltern, da viele OKH noch ein Siam Gen tragen.
Wurf Yungaya’s Siamkatzen und Orientalisch Kurzhaarkatzen
Zu einer Vermischung der Farben kann es dabei nicht kommen, denn wenn eine Katze das Gen für die Einfarbigkeit trägt, das dominant über das Pointgen ist, wird die Katze einfarbig. Hat ein Jungtier auf beiden Genplätzen das Gen für die Siamzeichnung, zeigt es diese auch, ist also eine Siamkatze mit der typischen Spitzenfärbung und den blauen Augen und ist auch dafür reinerbig.
Im Gegensatz zu den OKHs kann also bei zwei Siamkatzen kein OKH Nachwuchs im Nest erscheinen, auch wenn beide Eltern aus OKH Verpaarungen stammen.

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